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Beim schreiben des Berichtes werden wehmütig
Erinnerungen war. Beginnen wir mit dem Freitag Morgen.
08.00 Uhr: Ich schaue besorgt nach draußen. Sprühregen und dichter Nebel lassen nichts Gutes erahnen, geht es mir doch hauptsächlich um eine gute Aufnahme für die Live-DVD.
Doch laut Wetterbericht soll es ja besser werden.
11.00 Uhr: OleOlsen ruft an, daß er jetzt von Mülheim nach Wuppertal fährt.
11.50 Uhr. OleOlsen trifft ein, wir packen alles in meinen Wagen und schon geht die Fahrt los. Unterwegs wird sich über das eine und andere WT-Konzi unterhalten, das Nightwish den Fans gegenüber doch wesentlich reservierter auftreten als WT, und über vieles mehr.
Ohne Probleme erreichen wir Amsterdam, sind schnell in der Innenstadt und sehen noch wie zwei älteren Damen, die ihr Hinterteil etwas zu sehr auf die Strasse beugten, der Allerwerteste von einem vorbeifahrenden Bus poliert wird.
14.56 Uhr: Den Parkschein gerade gezogen, fahren wir in die Tiefgarage vom Passagier Terminal. Jetzt erst einmal umziehen und was trinken. Nicht weit von uns steigt eine Frau aus ihrem Wagen (ca. 25 Jahre alt) mit einem unglaublichen schwarzen Tüllkleid, welches selbst Sharons Garderobe erblassen läst.
Wir gehen die paar Schritte zur Brücke, nur um einen ersten Blick auf die Bühne zu erhaschen.
Doch magisch angezogen gehen wir weiter. Wollten wir nicht in der City etwas essen? Nun stehen wir um 15.15 Uhr vor dem Eingang und - aha man spricht deutsch! Und unser SHADOW ist samt Begleitung auch schon da. Die Zeit bis zum Einlaß vergeht wie im Fluge.
Wurde auch Zeit, denn ich hatte Kohldampf. Unsere erste Aktion: Eins der zahlreichen Kassenhäuschen aufgesucht und erst einmal Verzehrbons gekauft. Doch die Bezahlung des Hot Dogs gestaltete sich schwerer als erwartet. Ich hatte wohl nur Getränkemarken erworben. Also zurück, weitere Marken geholt und endlich den ersten Hunger gestillt.
Nun gingen wir langsam zur Hauptbühne. Da wir auf jeden Fall AFTER FOREVER im Zelt sehen wollten sind wir auch nicht sofort zur Hauptbühne gestürmt. Hier gab es einen abgetrennten Bereich in dem bis dato ca. 300 Fans standen. Durch den schmalen Eingang kamen wir nicht, die Aufpasserin verwies auf grüne Armbänder. Aha, Zutritt nur für VIP`s dachte ich. Doch Ole Olsen fragte nach, und siehe da, jeder konnte die Bänder bekommen.
Wir hatten dann am zweiten Eingang Glück und erhaschten noch welche. Jetzt wurde uns erst bewußt wie genial die Armbänder waren. In der Gewißheit, jederzeit in den abgetrennten Bereicht zurück zu können, konnten wir nun in aller Ruhe was essen und vor allem die anderen Gruppen im Zelt anschauen. Jetzt kam erst einmal der Inder an die Reihe. Menü 3 erwies sich als sehr genußtauglich. Unser Standort, zwischen 3FM-Zelt und Bar war der ideale Treffpunkt. Zuerst kam CATHY, nicht so auffallend wie in Oosterhout gekleidet, aber immer noch unverkennbar, dann kam ANGELIC WITCH mit Ehemann Frank. So um 18.00 Uhr waren RUUD, STEPHEN und VERONIEK bei uns und Angelika konnte ihr Geschenk für den Nachwuchs überreichen. Ob der großen Aufmerksamkeit, die Stephen geschenkt wurde, drehte sich Ruud schüchtern zu uns Männern um mit der Bemerkung "Ich bin der Ruud". Nach kurzem Smalltalk verabschiedeten sich die drei, und schon kamen mit ANOUK und QUEENY die nächsten bekannten Gesichter. Wieder war Smalltalk angesagt.
Ups, fast vergessen ARCADIA anzurufen, den ich ja durch puren Zufall eine Woche vorher im Zug getroffen hatte. Er hatte doch das unverschämte Glück, das sein Bekannter, Holger, die VIP-Karten vom Preisausschreiben gewann.
Plötzlich strömten die Massen zum Zelt und Orphanage fing Punkt 19.00 Uhr mit ihrem Gig an. Etwas zu spät kamen OleOlsen und ich am Zelt an, den da war es schon wegen Überfüllung geschlossen. Also mußten wir von draußen durch das Gitter gucken. Wir waren positiv überrascht, denn der Gesang von George zusammen mit der mir unbekannten Sängerin kam super rüber. Die Chance nach dem Gig nutzend, zwängten wir uns in das Zelt und waren beim genialen After Forever-Gig sogar ziemlich weit vorne. Die Überaschung war natürlich das Duett von Floor mit Sharon.
Als der Gig zu ende war kam mit einem Schlag eine böse Vorahnung. Zwar hatten wir die grünen Armbänder, doch war wohl ein Quetschen durch die Massen unumgänglich. Die Befürchtung wurde war, als ich auf die erste Fanreihe traf dachte ich ich laufe gegen eine Betonwand. Da paßte keine Zeitung mehr zwischen. Nach einer Viertelstunde harten Kampfes flutschten wir regelrecht wie ein aus einem Flaschenhals ploppender Korken in den vorderen Bereich. Luft! Neben uns war ein Hardcore-Rocker, der mit seiner Tanzeinlage erst einmal für einen Freiraum von 3 x 3 Metern sorgte, hier blieben wir. Rückblickend auf die Massen hatten wir fast schon ein schlechtes Gewissen. Das hier vorne war Luxus pur.
Nun konnten wir noch den HEIDEROOSJES folgen, die pünktlich zum ende des AF-Gigs auf der Hauptbühne wirbelten. Auch diese Band gefiel uns sehr gut.
Doch nun wuchs das Kribbeln. Ich wartete gespannt auf das Einsetzen des INTROS, doch Überraschung, DECEIVER OF FOOLS machte, atmosphärisch in gelblichem, difusem Licht gehalten, den Auftackt. Danach kam erst einmal die geballte TSF-Playlist. Klasse war besonders der Bühnenvorsprung in der Mitte. Hier sah es so aus als würde Sharon mitten in der Menge stehen. Bei ANGELS setzte dann ein Schneefall von Silberstreifen ein.
Nach Angels verlies die Band die Bühne. Ein düsterer Sound untermalte den Bühnennebel. Dann, unglaublich, wurde meine Vision wahr, fast 1:1 umgesetzt. Drei Gestalten in Kutten Schritten die Bühne hinauf - zu einer Trommelbatterie. Klar, erkannten wir, jetzt kommt TOWARDS THE END. Der Trommelwirbel setzte ein und der nächste Knallefekt folgte. Sharon schritt wie eine Diva in einem traumhaften Kleid samt 5m langer Schärpe auf die Bühne. Diese wurde gehalten von zwei auf Stelzen verkleideten Vampiren. Mit einem Ruck wurde die Schärpe abgetrennt. Das war schon genial. Auch SOMEWHERE, untermalt von einem Streicher auf der Bühne, war ein Highlight. Überhaupt folgte jetzt ein Knaller auf den anderen. Bei MOTHER EARTH brannte die Bühne, der Block mit George (Enter, Candles, The other half), unter Begleitung der ehemaligen Bandmitgliedern war ein absolutes, und auch erwartetes Muß, von dem Showdown mit ICE QUEEN ganz zu schweigen. Und dazu diese traumhafte Kulisse! Keine 40m entfernt lag ein 40000 Tonnen Kreuzfahrtschiff (Crystal Symphony) in voller Beleuchtung. Die bei einigen Liedern auf die Leinwand geworfenen Bilder der Live-Kamera deuteten für die DVD schon jetzt eine grandiose Bildqualität an.
Obwohl mit dem Einsetzen von Ice Queen es uns wie ein Hammerschlag traf, das jetzt der letzte Song der Show anfing. Ohne THE PROMISE? Ja, alles zu ende, aus und vorbei! Fassungslosigkeit! Die Show, auf die wir so lange gewartet hatten war zu ende.
An der Seite trafen wir alle wieder: ANOUK. QUEENY,ANGELIKA und FRANK, ARCADIA, HATMAN (den Überfan). Man blieb noch etwas zusammen. Dann, immer zwei Schritte vorwärts, einen Schritt zurück, gingen wir zum Ausgang. Nein, erst einmal den "Pinkelpass" entwerten. Wir drehten uns mehr im Kreise als das wir zum Ausgang gingen. Dann folgten wir schließlich doch der Trauergemeinde über die Brücke zum Parkhaus. Hier gab es noch einen Stau am Kassenautomaten, der von mir schlappe 20 EUS haben wollte und schon waren wir wieder auf der Rückfahrt. Hier wurde schon über weitere anstehende Konzerte debattiert, Huntenpop, Appelpop, WT in Steenwijk. Und auch darüber, das es doch mal genial wäre alle "Top of the Dutch" Bands mal auf einem Festival zu erleben. Kurios, das letzter Punkt schon am nächsten Tag zur Gewissheit wurde. Dutch Gotic Metal Night in Osnabrück (17.09.) mit Autumn, After Forever und Epica! Dafür läst man schon mal ein WT-Konzi ausfallen (17.09. in Steenwijk). Die Karte für Osnabrück ist übrigens schon bestellt.
03.00 Uhr Ankunft in Wuppertal. OleOlsen packt um und fährt Richtung Witten. Ein grandioser Tag geht zu ende, mit der Erkenntnis das man sich sicher wiedertrifft.
The Circle
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